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Neo Becken in Sulawesi verwandeln?

Kira1

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Garneleneier
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hallo,
kurze Frage: ist es möglich aus einem sehr gut eingefahrenen Becken in dem Neos waren ein Sulawesi Kardinalsbecken zu machen?
Bundengrund ist Dennerle Garnelenkies
Die Pflanzen würde ich natürlich entfernen, das Wasser mit Sulawesi Salz und einem Sprudelstein für den pH und mit einer Temperaturerhöhung versehen.
Oder befinden sich in einem Sulawesibecken auf Grund der unterschiedlichen Parameter vielleicht andere Bakterien im Becken?
lG
Andrea
 
Hei, möglich, das sich wegen dem harten Wasser andere Bakterien wohl fühlen.
Aber es sind andere Dinge, die wichtig sind.
Zuerst, wer soll drin wohnen?
Is ja ein Unterschied, ob Sulawesi Inlandsgarnelen, oder Kardinäle/Blaufüße oder Harlekin, Spinata und wie sie alle heißen.
VG Monika
 
Hey Andrea,
aus einem Neobecken ein Kardinalsgarnelenbecken. Hmmmmm schwierig.
Wenn du das wirklich machen willst dann hau auch den Bodengrund mit raus, da sind zu viele Pflanzenreste, Mulm etc. drin die dann nur unnötig Phosphat freisetzen- das mögen sulas gar nicht. Anschließend würde ich nur eine dünne schicht (<1cm) Sand verwenden, und Steinaufbauten (so das sich kein Mulm darin ansammeln kann). Die Filterschwämme solltest du zumindest gut ausdrücken.
Danach lass das Becken nochmal auf Sulawasser bei 27/28 Grad Temperatur zwei Wochen laufen damit sich das Bakterielle Klima umstellen kann- das ist nämlich bei Zimmertemperatur und Leitungswasser ganz anders und auch ich wurde schonmal dafür bestraft das ich erst drei Tage vor Besatz die Temperatur hochgedreht habe :(.
Selbst dann sehe ich noch ein gewisses Risiko einer Bakterienunverträglichkeit.
Unterm Strich würd ich also eher das Becken komplett neu aufsetzen und sämtliche Steine, Deko etc. die du aus dem alten Becken mitnehmen möchtest abkochen oder neu kaufen.

Kardinalsgarnelen sind zwar schon lange im "Hobby" angekommen aber die Stämme variieren stark. Manche werden schon seit vielen Jahren im Aquarium gepflegt und sind daher relativ robust. Sie werden glaube von einem Bremer Züchter sogar schon auf Leitungswasser bei Zimmertemperatur gehalten (halte ich nix von aber ok). Da Kardinäle aber teils immernoch als Wildfänge importiert werden, sind teilweise auch sehr empfindliche Nachzuchten im Umlauf.
Schau das du welche von der robusteren Sorte bekommst- vielleicht hat Monika ja welche übrig ansonsten kannst du mir eine PN schicken, ich habe zwar selbst keine Kardinäle aber kenne genug Sulahalter :)

Viele Grüße
Tim
 
Hi Monika,
es sollen nur ganz klassische Kardinalsgarnelen drin wohnen.
Und so wirklich viel härter wird das Wasser ja eigentlich garnicht, nur der pH wird natürlich höher ausfallen
 
Hei, ja, das ist das was ich kenne...
Wie Tim schon geschrieben hat. Ich würde auch das Becken auseinander nehmen, alles richtig sauber machen.
Was gut geht, ist zb. alles erstmal richtig abwaschen, natürlichen Kies/Sand besorgen, Garnelenkies hat Kunststoff dran und macht bisweilen Ärger.
Was wieder rein soll ins Becken legen, Wasser rein und ordentlich Zitronensäurepulver oder Wasserstoffperoxyd rein. Paar Tage stehen lassen und mehrmals das Wasser austauschen. Dann sollte alles sauber sein.
Dann 5mm Kies, mehr würde ich nicht machen und Steine, die aufhärten. Ich hab Minilandschaft drin. Weil der PH ist garnicht so einfach zu halten, weil die Kh ja nicht sooo hoch ist. Die Zusammensetzung ist schon etwas spezieller und es sind auch noch Spurenelemente und Kalium mit drin. Bei Regen oder Osmosewasser mit Sulawesisalz ist man halt auf der sicheren Seite.
Ich hab auch bestimmt 2 Jahre unser Leitungswasser genommen, frisch aus der Leitung..war kein Problem. Ein Freund macht das auch so, 40km weiter. Aber dann haben sie vom Wasserwerk aus, KH und PH gesenkt, was wohl schuld ist, das es irgendwie nicht mehr richtig laufe wollte.
Dann kam noch ein Heizerunfall letzten Frühling dazu, mit dem ich lange gekämpft habe. Jetzt ist alles wieder gut, aber ich werd dem Mulm aktuell nicht Herr. Es wird nicht langweilig ;-)
Dann finde ich immer gut, wenn man zum Einlaufen ein wenig "Dreck" aus dem Becken holt, aus dem die Garnelen dann letztendlich herkommen.
Filter sollte so bemessen sein, das man gezwungen ist, ihn alle 4 Wochen sauber zu machen. Sonst wird das Wasser sauer.
Außerdem über ein Düsenstrahlrohr das Wasser reinplätschern lassen, um Co2 von Atmung und Filterung auszutreiben, sonst geht auch der Ph runter. Das vertragen sie garnicht.
HMF hat eben genau dieses Problem. Mulm muß raus, macht ebenfalls sauer. Und Sauerstoffarme Reaktionen vertragen sie absolut garnicht.
Zu große Lavasteine können das auch machen. Wenn sie im Innern anfangen Nitrat abzubauen. Die können sich benehmen wie Siporax und Co.
Auch keine Steine einkleben. Lieber so legen, das sie nicht aneinander Stoßen, Tylos müssen problemlos außenrum schleimen können, weil sie können nicht rückwärts kriechen. Wenn sie sich einklemmen und sterben, riechst Du das schon beim Betreten der Wohnung. Wenn dann Steinaufbauten eingeklebt sind, kann man sie nicht rausholen...nicht gut..das stinkt tagelang, auch nach mehrmaligen 90% WW.
Holz auch keins rein. Das säuert auch. Und Pflanzen auch keine..das ist extrem Lebensfeindlich. Co2 ist unerwünscht und Pflanzen geben im Dunkeln Co2 ab.
Das wäre so das, was ich für Wichtig halte, wenn man länger als 1 Jahr Spaß haben möchte.
Wenn mir noch was einfällt, meld ich mich...

Wenn Du im WWW recherchierst, glaube nicht den Leuten, die ein halbes Jahr Kardinäle halten, sondern denen die sie 5 Jahre und länger haben. In der Zeit kann viel passieren.
Das noch Wildfänge im Umlauf sind, glaub ich nicht..die haben Mühe dort überhaupt welche zu finden.
Leider kann ich zur Zeit keine Abgeben. Es sind zwar einige Junge unterwegs, unter 200 Stück im Becken geb ich keine ab.
Aber wenn jemand Tylos brauchen kann...hab ich viel zu viele Spotted Head/ Polka dot


VG Monika
 
Hey :)

das mit den Lavasteinen und Nitrat fand ich interessant und habe mal gestöbert. Dabei bin ich auf folgenden Text gestoßen:

Lavagestein in Aquarien kann sowohl zur Reduzierung als auch zur Produktion von Nitrat beitragen, abhängig von den Bedingungen im Becken:


1. Nitratabbau (Denitrifikation)


  • Lavagestein hat eine poröse Struktur, die anaerobe (sauerstoffarme) Zonen bieten kann.
  • In diesen Bereichen können Denitrifikationsbakterien (z. B. Pseudomonas oder Paracoccus) wachsen, die Nitrat in Stickstoffgas umwandeln, das aus dem Wasser entweicht.
  • Dieser Prozess hilft, den Nitratgehalt im Aquarium zu senken.

2. Nitratproduktion


  • Lavagestein bietet eine große Oberfläche für die Ansiedlung von Bakterien.
  • Aerobe (sauerstoffreiche) Bakterien, wie Nitrosomonas und Nitrobacter, wandeln Ammonium (NH₄⁺) über Nitrit (NO₂⁻) in Nitrat (NO₃⁻) um.
  • Dadurch kann Lavagestein indirekt zur Nitratbildung beitragen.

Fazit


  • In gut durchströmten Bereichen des Aquariums fördert Lavagestein eher die Nitratproduktion.
  • In sauerstoffarmen Zonen (z. B. tief in dicken Lavastein-Schichten) kann Lavagestein helfen, Nitrat abzubauen.
  • Für eine effektive Nitratreduktion sind zusätzlich spezielle Filtermedien (wie Siporax, Biohome) oder Pflanzen (z. B. Schwimmpflanzen, Algen) nützlich.
 
Das mit den Kardinälen als Wildfänge hat mich auch gewundert, wo sie ja fast ausgestorben sein sollen. Aber ich weiß von mindestens einem Spanischen Importeur der auch nach Deutschland liefert, der Kardinäle und viele andere Sulaarten als Wildfänge anbietet. Auch auf Facebook habe ich mit einigen "Fängern/Exporteuren" aus Sulawesi schon kontakt gehabt die auch Kardinäle anbieten. Sie haben dafür mit Netzen geschütze Bereiche im See bzw am Ufer geschaffen wo größere Fische nicht rankommen und dort dann Steinhaufen errichtet in denen sich die Garnelen gerne ansiedeln und gut vermehren. So haben sie es leichter sie zu fangen. Ich bin zwar generell gegen Wildfänge aber solche Maßnahmen sind echt Klasse da sie direkt zum Artenschutz beitragen.

Gruß.
Tim
 
Hei, das hört sich echt cool an.
War vor paar Tagen auf der Seite der Sulawesikeepers, und hab sowas gelesen, das die aber verkauft werden, hab ich verdrängt.
Wenn sie dadurch die Art wirklich erhalten, sei ihnen der Umsatz mit den Tierchen gegönnt. Gegen die schleichende Vergiftung des Sees hilft das halt leider nicht.

Das ist mit so vielem in der Aquaristik so. Wenn Menschen von den Wildfängen leben, ist nicht nur den Menschen geholfen, sondern auch den Tieren. Weil sie ihre Fanggewässer schonen und dafür sorgen, das ihr Einnahmequelle nicht versiegt, so gut sie können.
Am besten ist es natürlich, wenn die Wildfänge nicht "verbraten" werden, sondern durch Erhaltungszucht vervielfältigt werden, um die Wildpopulationen zu schonen.

Was mich interessieren würde, ist, wie es den Tieren in Myanmar geht...durch die Erdbeben werden sicher Abwässer und Erde von Landwirtschaft in die Gewässer gespült. Ich habe sehr viele Tiere aus Myanmar. Die passen sehr gut zu den Temperaturen, die bei mir in den Aquarien vorherrscht. So hat sich das ergeben, das es immer mehr davon wurden.
VG Monika
 
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