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Laub aus der Natur nach dem Winter als Garnelenfutter geeignet?

Caridinaos

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Hey zusammen,

ich hätte mal eine Frage an die erfahreneren Garnelenhalter hier, weil ich mir gerade selbst ein bisschen unsicher bin.

Ich wohne ziemlich ländlich und hab hier entsprechend viel Natur direkt vor der Tür. Aktuell liegt noch einiges an getrocknetem Laub draußen rum, das den ganzen Winter über draußen war, quasi braunes, bereits gefallenes Laub, das Wind und Wetter ausgesetzt war.

Jetzt kam mir der Gedanke, ob ich dieses Laub theoretisch für meine Aquarien nutzen kann. Konkret geht’s um typische Sorten wie Eiche, Buche oder auch Walnuss.

Meine Überlegung war: einsammeln, gründlich abspülen, abkochen ggf. noch trocknen lassen und dann ins Becken geben.

Gleichzeitig habe ich aber irgendwie ein ungutes Gefühl dabei. Das Laub lag halt monatelang draußen, war nass, kalt, vielleicht auch schon teilweise zersetzt oder mit irgendwas belastet. Da frage ich mich, ob man sich damit nicht eher Schadstoffe, Keime oder sonst irgendwas ins Becken holt.

In diversen Internetseiten habe ich zu dem Thema bereits gelesen, dass solches Laub vollkommen unproblematisch sei, solange es keine Fäulnisstellen aufweise.

Deshalb meine Frage an euch:
Nutzt ihr solches „überwintertes“ Laub aus der Natur oder greift ihr eher auf frisch gefallenes (im Herbst gesammeltes) und getrocknetes Laub zurück? Und wie sind da eure Erfahrungen – eher unproblematisch oder würdet ihr davon abraten?

Würde mich über ein paar Einschätzungen freuen.

Gruß und vielen Dank schon mal.
Janik
 
Ich persönlich hole mir frisches Laub (braun oder grün, je nach Jahreszeit) z.B. vom Walnuss Baum und trockne es dann. Vom Boden hole ich nichts, egal wie lange es da gelegen hat. Auch ich wohne ländlich, aber habe einfach Angst mir dadurch irgendetwas ( z.B. Würmer) mit ins Aquarium einzuschleppen. Auch von Wiesen wird frisch gepflückt z.B Brennessel Blätter und dann getrocknet. Getrocknetes brühe ich in der Regel kurz auf und geb es dann ins Becken.
LG Winni
 
Das Laub lag halt monatelang draußen, war nass, kalt, vielleicht auch schon teilweise zersetzt oder mit irgendwas belastet. Da frage ich mich, ob man sich damit nicht eher Schadstoffe, Keime oder sonst irgendwas ins Becken holt.
Vor ein paar Jahren mußte ich mal Feigenlaub nehmen, das bereits am Boden lag und Zersetzungserscheinungen aufwies. Es war der absolute Hit bei den Garnelen. Seither nehme ich gerne auch solche Blätter mit, ob Eiche, Buche, Birke, Feige, Walnuss, Haselnuss ist dabei egal. Eigentlich ist es logisch, unsere Zwerggarnelen sind Destruenten und ein Teil der Zersetzungsprozesse der Natur, das "angegammelte" ist vermutlich bekömmlicher für sie. Die Blätter wasche ich nicht ab, ich trockne sie nur, damit sie aufhören sich zu zersetzen, frisch vom "Ernten" gibt es die auch mal "naturfeucht". Gerade vor 2 Wochen habe ich noch Eichenlaub geholt und dabei auch wieder solche halb zersetzten Blätter mitgenommen.
 
Ein Freund von mir, der sensible Fische hält, welche in der Laubschicht leben… ihm sind mal Fische verloren gegangen mit solchem Laub. Seither überbrüht er das Laub mit kochendem Wasser vor der Verwendung im Aquarium
 
... manchmal frage ich mich, wie Tiere in der freien Wildbahn überleben.
 
die Frage ist nicht nur, wie ? Sondern auch wie viele in der Natur überleben?

Ich z.B. halte meine Garnelen nicht unter “natürlichen” Bedingungen. Sondern in einem Glaskasten mit erheblich weniger Wasservolumen als in der Natur. Und so macht eben jeder seine eigenen Erfahrungen. Mal mache ich was richtig und es klappt. Mal mache ich leider auch mal Fehler und dann kann mal was schief laufen und hinterher weiß ich dann was ich optimal gemacht habe…

Ich bin ja hier um von Euch was zu lernen. Und danke sehr ich habe gerade von Euch wieder was gelernt
 
Ein Freund von mir, der sensible Fische hält, welche in der Laubschicht leben… ihm sind mal Fische verloren gegangen mit solchem Laub. Seither überbrüht er das Laub mit kochendem Wasser vor der Verwendung im Aquarium
Theoretisch durchaus möglich, wenn man daraus eine Laubschicht bauen will, kann ich mir vorstellen das zuviel auf einmal gammeln kann. Für solche Vorhaben würde ich immer Blätter vom Baum nehmen und diese auch noch vorher im Eimer wässern, weil es einfach sehr viele auf einmal sind. Wenn ich diese Blätter zu den Garnelen gebe, dann 1-2 Blätter und diese werden ein paar Tage mißtrauisch beäugt. Das ich die Blätter nicht wasche oder sonstwie behandle ist keine Faulheit, sondern es geschieht bewußt um möglichst viele Nährstoffe zu erhalten, beim Einsammeln werden sie handverlesen. Für eine Laubschicht muß man ganz anders vorgehen, da will man keine Nährstoffe sondern den Lebensraum.
 
Also der Normalfall ist bei mit auch Fütterung mit "handverlesene" getrocknete Walnuss- oder Erlenblätter 2 oder 3 pro Becken, aber im Winter kommen bei mir auch regelmaßig ein paar Blätter die unter den Obstbäumen liegen und leicht angegammelt sind mit ins Becken. Die werden sehr gut angenommen und ich denke, dass Umwelt und Frost die Zellstruktur aufgebrochen haben und so
1. die Nährstoffe für die Garnelen leichter und sofort zugänglich sind und
2. sich Mikroorganismen, die letztlich auch den Garnelen als Nahrung dienen, schneller auf diesen Blättern ansiedeln.
 
Ich sammele das und lasse es im Gartenhaus stehen wo es kalt und trocken ist. Alles was darin ist muss sterben. Dann sollte man es trotzdem noch handverlesen, die Äste, Moos und Dreck entfernen und dann zusätzlich noch einweichen. Das hilft zudem damit es nicht oben treibt. Die Garnelen wollen dass es verrottet, daher kann man das gerne mal ein paar Tage so ein einer Wasserschale vergessen, zudem kann man den Sud dann abkippen damit er das Wasser nicht so stark färbt. Irgendwelche aufsitzenden Stoffe oder Verunreinigungen dürften so abgewaschen sein.
 
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