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Becken des Grauens

Shrimply the best

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26. Jul 2026
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Garneleneier
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Hallo zusammen,

gut, ganz so schlimm wie in der Überschrift ist es nicht, aber ich schildere mal meine Probleme und meine Fragen:

Ich habe einen 45x45cm Nanocube einer Arbeitskollegin, besetzt mit Blue Dream und Bloody Mary, übernommen. Ich selbst habe bis vor einem Jahr Blue Jelly gehalten, von daher habe ich mich gerne als "Stiefmutter" einsetzen lassen.
Auf den angehangenen Fotos könnt ihr den aktuellen Zustand sehen. Ich habe das Becken erstmal ordentlich ausgemistet, da es vollkommen überfüllt mit Steinen und Wurzeln war (siehe Foto). Das habe ich in Etappen gemacht, da sich dort so viel Mulm angesammelt hat, dass es nicht mehr gut sein kann :/
Den (teils recht verkümmerten) Bewuchs habe ich möglichst versucht drin zu lassen bzw. vorerst einfach mitten in die freigewordenen Flächen zu setzen.
Es ist immer noch, mMn, unglaublich viel Mulm drin. Im feinen Garnelenkies verstecken sich wohl mehrere Turmschnecken, aber (hab sie versucht, auf einem Foto einzufangen) es kriechen dennoch trotz Mulm einige Schnecken an der Oberfläche entlang. Tags wie Nachts. Algen gab und gibt es noch zuhauf, sogar am Filter angesiedelt.
Der Bodengrund ist ein Problem. Wie man sieht: mehrere Schichten unterschiedlichen Sediments hoch aufgeschüttet. Dazwischen immer wieder dicke Gasblasen und dunkel verdichtetes Material.
Ich denke, das erklärt die Probleme meiner Kollegin: Garnelen oft trächtig, aber Babies kamen (trotz Fütterung) nie durch und häufig gab es unerklärliche Todesfälle in kurzen Zeitabständen unter den erwachsenen Garnelen.

Seit ich das Becken "entrümpelt" habe, flitzen die Nelen gut über den Kies und scheinen so weit fit zu sein. Aber ich will das Becken ändern und v.a. den Bodengrund austauschen. Jetzt die Frage (weil ich das bisher so noch nicht gemacht habe): wie stelle ich das am Besten an? Ich habe noch ein leeres altes Quarantänebecken mit Sprudelstein, von daher wäre ein Umsetzen generell kein Problem. Außer, wenn bei dem eiertragenden Mädel die Kleinen die nächsten Tage schlüpfen sollten :/

Jedoch frage ich mich: Wenn ich das alte Equipment (Steine und Pflanzen) und vorerst den alten Filter weiter nutze, muss das Becken nach Neueinrichtung keinen neuen Einfahrzyklus durchlaufen, oder? Sollte ich etwas von dem Mulm übernehmen? Bzw. wieviel würdet ihr überhaupt in dem jetzigen Zustand noch entsorgen? Morgen wäre Wasserwechseltag und da würde ich mit den Sauger nochmal ein wenig durch.

Danke fürs Lesen und im Voraus für die Antworten!
VG Sandra
 

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Normalerweise setze ich in solche Becken 30-50 Garnelen ein und eine saubere Filterpatrone, dann lasse ich die Garnelen den Mulm transportieren und wasche falls erforderlich die Patrone mal aus. In 4 Wochen ist das Becken sauber. Blos hier ist der zu dicke Bodengrund, wo man nicht einfach die Hälfte weg nehmen kann. Man könnte, wie Du es vor hast, Garnelen und Pflanzen rausnehmen, Bodengrund rausnehmen, die Patrone mit kaltem Wasser etwas ausdrücken (nicht zu sauber), eine dünne Schicht (2-3cm) Boden einbringen, Pflanzen wieder rein, Filter wieder rein, Garnelen wieder rein. Vom Beckenwasser würde ich einen Eimer aufheben, Rest neues Wasser. Das ist auch schon schief gegangen, es ist heikel. Vielleicht würde ich probieren die untere Bodenschicht rauszusaugen.
 
Danke für die Einschätzung! So viele Garnelen habe ich gerade leider nicht zur Hand^^ Also raussaugen der unteren Schicht wird kaum funktionieren. Da sind teilweise dicke Kiesel drin. Und ich würde direkt das Becken auch anders gestalten und nur in einer Ecke eine etwas höhere Terrasse mit Lavabruch als Aufbau für Drachensteine anlegen. Ansonsten nur wenig feinen Garnelenkies am Boden. Da würde ich den alten auch aussieben und weiterverwenden. Vielleicht versuche ich es entsprechend dem Vorschlag entsprechend dann mal mit zwei armen Testgarnelen und dem unmittelbarem Übersiedeln. Aber da ich bisher damals nur ein Becken ganz neu gestartet habe: umgeht man tatsächlich eine Einlaufphase mit alter Einrichtung und Gerät (das auch feucht gehalten wird in der Umbauzeit), oder riskiert man so oder so einen Nitritpeak?
 
Im Prinzip habe ich, aus anderen Gründen (Umzug ), gerade in 3 Becken ähnliches gemacht wie von dir beschrieben, d.h. im laufenden Betrieb den Bodengrund ausgetauscht. Deine angedachte Vorgehensweise sollte eigentlich funktionieren. Ich habe sämtliche Pflanzenmasse wiederverwendet, und nur den Boden durch Poolfiltersand ersetzt. An Einrichtung und Pflanzen siedeln Bakterien und Biofilm, und in 2 der 3 Aquarien auch im Außenfilter (Nr. 3 läuft filterlos).
4d ist es jetzt her und bislang stehen alle 3 Aquarien stabil da. Ich beobachte verstärkt auf Anzeichen für Unwohlsein, Nitritpeak und dergleichen, aber konnte dahingehend noch nichts ausmachen, was mich beunruhigt hätte.

Im Grunde kannst du die Zustände in deinem Aquarium nur verbessern, wenn ich mir die Fotos und die Beschreibung so zu Gemüte führe.
 
Da würde ich den alten auch aussieben und weiterverwenden
Wenn das geht, es hilft wenn es der alte Boden ist.
Aber da ich bisher damals nur ein Becken ganz neu gestartet habe: umgeht man tatsächlich eine Einlaufphase mit alter Einrichtung und Gerät (das auch feucht gehalten wird in der Umbauzeit), oder riskiert man so oder so einen Nitritpeak?
Es hilft schon, das alte Zeug zu verwenden, sind ja überall Bakterienfilme drauf. Es gibt halt keine Garantie das es funktioniert wie geplant.
 
Danke für die Antworten! Dann werde ich das in zwei Wochen versuchen. Da habe ich Homeoffice und kann die Tierchen zwischendurch eher mal beobachten.
Noch eine Frage zu meinem geplanten Vorhaben: Eine Terrassierung bzw. Steigung mit Lavabruch als Stütze für einen großen und mehrere mittlere Drachensteine und darüber etwas von dem feinen Kies zum Verankern für Pflanzen dürfte nicht so einen verdichteten Boden und Gefahr des Gammelns führen, oder? Ich habe da Unterschiedlichstes gelesen und gehört, aber Lava wurde mir wegen seiner Durchlässigkeit eigentlich immer empfohlen. Das wäre dann geplant nur eine kleine Ecke mit Säuberungszugang und der Rest des Beckens wird mit mit ca 3 cm Bodengrund geplant aufgefüllt.
Mein altes Becken hatte ich leider nicht sehr hübsch eingerichtet und das würde ich nun mit der eh notwendigen Umstrukturierung gerne ändern :)
 
Ah - und die Algenproblematik! Die Wasserwerte waren wohl immer okay und die Düngung angepasst: ich habe von der Vorbesitzerin Easylife Profito, Fosfo, Nitro und Ferro sowie ein großes Wassertestkit mit frisch aufgebrochenen Testern bekommen. Aber sie hatte immer, und man siehts auch noch etwas, ordentlich Algen drin. Beleuchtung und CO2 passt auch, aber kann das von dem ganzen Mulm kommen? Es war ja vorher sogar noch viel mehr drin :nono: Ich hatte das in meinem alten Becken nie und ich bin damals mit wenig Wissen und recht simpler Ausstattung drangegangen.
 
Wasserwerte ok und Düngung angepasst ergibt keine Algen.
Easylife Profito, Fosfo, Nitro und Ferro
Wahllos ins Becken gekippt ergibt Algen. Im Grunde ist es immer dasselbe, aus Becken, Wasser, Boden, Pflanzen macht man Becken, Wasser, verschiedene Böden, Pflanzen, CO2, Dünger, Zaubertropfen und haste nichts gesehen und wundert sich dann wenn es nicht klappt. Aquaristik ist schon schwer genug mit wenigen Parametern, jeder Parameter zusätzlich kompliziert das Ganze zusätzlich. Lass den Schnickschnack vorerst komplett weg, wenn dann was fehlt kann man immer noch gezielt düngen.
 
Hui, die Filterpatrone auf dem letzten Bild schaut mal "zu" aus. Wenn ich das richtig erkenne, zieht die sich schon zusammen - hat also schon keinen anständigen Durchfluss mehr.
Wenn du den Umbau (?) bald planst, würde ich die direkt ordentlichst auswaschen. Wenn du noch ein paar Tage / Wochen bis zum Umbau (?) hast, direkt eine neue Patrone dran - dann ist die bis zum Zeitpunkt X auch "passend".

Bei zu viel Mulm kann neben Durchsaugen und Geduld der Substrate Cleaner von ARKA auch eine Hilfe sein. Bei meinen 2 Einsätzen gab es dabei eine ordentliche Algenblüte (irgendwo müssen die freigesetzten Nährstoffe ja hin). Außerdem finde ich den Boden genau wie du gruselig. Ich würde den also tauschen.

Boden raus saugen hat bei mir Grobmotoriker noch nie ordentlich geklappt. Ich benutze aber auch Kies, der i.d.R. stark durchwurzelt ist. Bei mir wäre es also ein Umbau mit Bodentausch. Das würde ich an ein bis zwei Tagen machen und das Becken nicht neu einfahren. Mein persönliches Vorgehen bei so etwas (natürlich nur als ein möglicher Vorschlag):

Für den Tag des Umbaus 2 bis 3 Eimer mit frischem Wasser (in meiner Leitungswasser-Welt immer mit Wasseraufbereiter) vorbereiten, in einem davon 1/2 AQ-Wasser, 1/2 frisches Wasser.
Den Filter aus dem AQ in den Eimer mit dem AQ-Wasser und anstellen - der läuft hier jetzt durch. Das ist wichtig, damit die Bakterien im Filter überleben und ungestört ihren Job verrichten.

Dann die erste Runde Pflanzen raus und in einen der Eimer (ich würde primär den ohne Filter nehmen).
Stängelpflanzen rausschneiden: Nicht aus dem Boden ziehen, sonst siehst du nichts mehr weil nur noch Dreck im Wasser ist. Die Stängel kann man später einfach wieder in den Boden stecken, die bilden neue Wurzeln aus (genauso macht man auch Kopfstecklinge). Ein paar Stängel oder auch Schwimmpflanzen in den Eimer mit dem Filter.
Aufsitzer: Mit ihrem Steinen / Wurzeln einfach raus. Den Mulmsauger (mit Schwamm drauf, damit die niemanden einsaugst) daneben halten, damit der aufgewirbelte Mulm direkt weg ist.
Bodendecker: Damit habe ich eine Erfahrung. Ich fürchte, die kommt man um's Rausziehen nicht herum. Vielleicht erst in Runde 2 und dann wieder mit Mulmsauger-Einsatz?

Die Steine und Wurzeln ohne Pflanzen rausheben, nach Schnecken absuchen und in einen 3. Eimer o.ä.. Evtl. willst du sie ja auch gar nicht mehr nutzen, dann müssen sie nicht ins Wasser.

Dann die Tiere rausfangen und in den Eimer mit dem Filter. Kein Stress. Dadurch, dass der Filter weiterläuft, überstehen die Kleinen auch ne Nacht im Eimer. Lass dir ganz viel Zeit. 90% fängt man schnell. Bei den restlichen 10% will man aufgeben. Und dann findet man noch welche, wenn man eigentlich fertig ist. Gerade mit dem Bodendecker würde ich mich auf mehrere Runden "drauf klopfen" und warten einstellen. Lass dabei ruhig immer mehr Wasser ab. Die Schnecken greifen, sobald man eine sieht. Die bodenwühlenden Schnecken werden das größte Problem.

Dann den alten Boden raus und in einen Eimer oder noch besser eine flache Schüssel.
Obacht: Nicht sofort wegwerfen, es sind ja noch Schnecken drin. Die kommen bei niedrigem Wasser (1 - 2 mm über Boden) irgendwann freiwillig raus. Zumindest die meisten. Ich lasse so etwas durchaus ein paar Tage stehen. Für den Rest den Boden portionsweise auf einen weißen Teller und durchsuchen. In der Aquaristik lernt man ja Geduld... Wenn ich dann nichts mehr finde, werte ich den Boden als "Abfall".

Das Becken ausspülen. Wenn aufwuchs-fressende Schnecken wie Geweih- oder Rennschnecken drin sind, dann die Scheiben nicht "grundreinigen", sondern nur abspülen. Sonst gehe ich mit ein wenig Zitronensäure (Handschuhe!) auf einem Tuch drüber, um Kalkflecken weg zu bekommen.
Jetzt den neuen Boden rein. Was nimmst du? Kies?
Dann umgekehrt alles, was du weiter benutzen möchtest, sowie ggf. neue Pflanzen ins Becken rein. Ich würde komplett frisches Wasser (mit Wasseraufbereiter) nehmen, ohne animpfen oder Gedöns.
Als vorletztes den Filter. Die Tiere als letztes.

In den nächsten min. 2 Wochen wenig füttern. Lieber braune Blätter (z.B. Walnuss) als Dauerfutter und nur wenig zufüttern
Täglich Wasserwerte testen und ggf. Wasser wechseln bis die Werte sich eingespielt haben. Stell dich drauf ein, dass es Kieselalgen und so weiter gibt - also die ganz normalen Begleiterscheinungen des jetzt stattfindenden neuen Einfahrens.

Edit:
Zu den Algen schließe ich mich Hans an. Lass erstmal möglichst viel weg und gib dem Becken Zeit sich neu einzufahren. Wenn du unbedingt CO2 benutzen willst, dann würde ich die geringste "Dosis" nehmen. Algen sind meiner Erfahrung nach so oder so erstmal normal.

Edit 2:
Zwei Links zum Thema Algen.
 
Wasserwerte ok und Düngung angepasst ergibt keine Algen.

Wahllos ins Becken gekippt ergibt Algen. Im Grunde ist es immer dasselbe, aus Becken, Wasser, Boden, Pflanzen macht man Becken, Wasser, verschiedene Böden, Pflanzen, CO2, Dünger, Zaubertropfen und haste nichts gesehen und wundert sich dann wenn es nicht klappt. Aquaristik ist schon schwer genug mit wenigen Parametern, jeder Parameter zusätzlich kompliziert das Ganze zusätzlich. Lass den Schnickschnack vorerst komplett weg, wenn dann was fehlt kann man immer noch gezielt düngen.
Ja gut, wahllos war es wohl nicht, deshalb auch das Testkit. Aber sie hat leider die Aufschriebe nicht mehr gehabt, wie die Werte genau lagen. Das Cuba Perlkraut ist auf jeden Fall sehr kümmerlich und die neuen Triebe gelb. Der Rest sieht mEn gesund aus, aber ich kenne mich auch nicht mit allen Pflanzen aus. Ich hatte früher nur Javamoos, Nadelsimse und Anubias drin....Aktuell habe ich noch das CO2 laufen und täglich die Hälfte der errechneten Tagesdosis Profito hineingegeben. Getestet habe ich noch nicht, da ich das am Wochenende jetzt nach dem Wasserwechsel machen wollte. Alles hier etwas hopplahopp mit dem Becken :/
 
Hui, die Filterpatrone auf dem letzten Bild schaut mal "zu" aus. Wenn ich das richtig erkenne, zieht die sich schon zusammen - hat also schon keinen anständigen Durchfluss mehr.
Wenn du den Umbau (?) bald planst, würde ich die direkt ordentlichst auswaschen. Wenn du noch ein paar Tage / Wochen bis zum Umbau (?) hast, direkt eine neue Patrone dran - dann ist die bis zum Zeitpunkt X auch "passend".

Bei zu viel Mulm kann neben Durchsaugen und Geduld der Substrate Cleaner von ARKA auch eine Hilfe sein. Bei meinen 2 Einsätzen gab es dabei eine ordentliche Algenblüte (irgendwo müssen die freigesetzten Nährstoffe ja hin). Außerdem finde ich den Boden genau wie du gruselig. Ich würde den also tauschen.

Boden raus saugen hat bei mir Grobmotoriker noch nie ordentlich geklappt. Ich benutze aber auch Kies, der i.d.R. stark durchwurzelt ist. Bei mir wäre es also ein Umbau mit Bodentausch. Das würde ich an ein bis zwei Tagen machen und das Becken nicht neu einfahren. Mein persönliches Vorgehen bei so etwas (natürlich nur als ein möglicher Vorschlag):

Für den Tag des Umbaus 2 bis 3 Eimer mit frischem Wasser (in meiner Leitungswasser-Welt immer mit Wasseraufbereiter) vorbereiten, in einem davon 1/2 AQ-Wasser, 1/2 frisches Wasser.
Den Filter aus dem AQ in den Eimer mit dem AQ-Wasser und anstellen - der läuft hier jetzt durch. Das ist wichtig, damit die Bakterien im Filter überleben und ungestört ihren Job verrichten.

Dann die erste Runde Pflanzen raus und in einen der Eimer (ich würde primär den ohne Filter nehmen).
Stängelpflanzen rausschneiden: Nicht aus dem Boden ziehen, sonst siehst du nichts mehr weil nur noch Dreck im Wasser ist. Die Stängel kann man später einfach wieder in den Boden stecken, die bilden neue Wurzeln aus (genauso macht man auch Kopfstecklinge). Ein paar Stängel oder auch Schwimmpflanzen in den Eimer mit dem Filter.
Aufsitzer: Mit ihrem Steinen / Wurzeln einfach raus. Den Mulmsauger (mit Schwamm drauf, damit die niemanden einsaugst) daneben halten, damit der aufgewirbelte Mulm direkt weg ist.
Bodendecker: Damit habe ich eine Erfahrung. Ich fürchte, die kommt man um's Rausziehen nicht herum. Vielleicht erst in Runde 2 und dann wieder mit Mulmsauger-Einsatz?

Die Steine und Wurzeln ohne Pflanzen rausheben, nach Schnecken absuchen und in einen 3. Eimer o.ä.. Evtl. willst du sie ja auch gar nicht mehr nutzen, dann müssen sie nicht ins Wasser.

Dann die Tiere rausfangen und in den Eimer mit dem Filter. Kein Stress. Dadurch, dass der Filter weiterläuft, überstehen die Kleinen auch ne Nacht im Eimer. Lass dir ganz viel Zeit. 90% fängt man schnell. Bei den restlichen 10% will man aufgeben. Und dann findet man noch welche, wenn man eigentlich fertig ist. Gerade mit dem Bodendecker würde ich mich auf mehrere Runden "drauf klopfen" und warten einstellen. Lass dabei ruhig immer mehr Wasser ab. Die Schnecken greifen, sobald man eine sieht. Die bodenwühlenden Schnecken werden das größte Problem.

Dann den alten Boden raus und in einen Eimer oder noch besser eine flache Schüssel.
Obacht: Nicht sofort wegwerfen, es sind ja noch Schnecken drin. Die kommen bei niedrigem Wasser (1 - 2 mm über Boden) irgendwann freiwillig raus. Zumindest die meisten. Ich lasse so etwas durchaus ein paar Tage stehen. Für den Rest den Boden portionsweise auf einen weißen Teller und durchsuchen. In der Aquaristik lernt man ja Geduld... Wenn ich dann nichts mehr finde, werte ich den Boden als "Abfall".

Das Becken ausspülen. Wenn aufwuchs-fressende Schnecken wie Geweih- oder Rennschnecken drin sind, dann die Scheiben nicht "grundreinigen", sondern nur abspülen. Sonst gehe ich mit ein wenig Zitronensäure (Handschuhe!) auf einem Tuch drüber, um Kalkflecken weg zu bekommen.
Jetzt den neuen Boden rein. Was nimmst du? Kies?
Dann umgekehrt alles, was du weiter benutzen möchtest, sowie ggf. neue Pflanzen ins Becken rein. Ich würde komplett frisches Wasser (mit Wasseraufbereiter) nehmen, ohne animpfen oder Gedöns.
Als vorletztes den Filter. Die Tiere als letztes.

In den nächsten min. 2 Wochen wenig füttern. Lieber braune Blätter (z.B. Walnuss) als Dauerfutter und nur wenig zufüttern
Täglich Wasserwerte testen und ggf. Wasser wechseln bis die Werte sich eingespielt haben. Stell dich drauf ein, dass es Kieselalgen und so weiter gibt - also die ganz normalen Begleiterscheinungen des jetzt stattfindenden neuen Einfahrens.

Edit:
Zu den Algen schließe ich mich Hans an. Lass erstmal möglichst viel weg und gib dem Becken Zeit sich neu einzufahren. Wenn du unbedingt CO2 benutzen willst, dann würde ich die geringste "Dosis" nehmen. Algen sind meiner Erfahrung nach so oder so erstmal normal.

Edit 2:
Zwei Links zum Thema Algen.
Jap, der war komplett zu. Kein Wunder bei dem, was ich da mit meiner Aufräumaktion freigelassen habe. Der ist aber mittlerweile leicht durchgespült und läuft wieder.
Ich habe schon einen neuen Schwamm besorgt, den ich dann zeitgleich mit "einfahren" würde, wenn die neue Einrichtung steht.

Das klingt gut. Mein, etwas anderer, Plan sieht jetzt so aus:

Wasser aus Becken in Quarantänebecken. Hier Filter und Tiere einsetzen. Das über Nacht vorbereitete Leitungswasser (hab auch Aufbereiter hier) bereitstellen. Dann mit der Axt in den Wald: Alles raus, egal wieviel Dreck es aufwirbelt. Boden zum Sieben beiseitestellen, Pflanzen in Quarantänebecken zu den Garnelen. Ebenso die Schnecken, die ich aussortiere. Aquarium putzen, ganz dünne Schicht neuen Garnelenkies, darin/darauf dann die Steine einsetzen, ein einer Ecke Lavabruchaufschüttung mit Drachensteinen fixiert bzw. zum fixieren des großen Drachensteins. Über alles dann die entsprechende Schicht altes oder evt. gemischtes Substrat (ich habe keine Ahnung, wieviel von dem alten feinen Kies überhaupt übrig bleibt, bzw da drin ist). Dann Pflanzen rein, gut altes Aquarienwasser rein, Schnecken rein, Filter rein. Ich würde dann, nachdem sich alles etwas gesetzt hat, später oder am nächsten Tag die Garnelen mit ordentlich altem Aquarienwasser einsetzen und den Rest mit dem Leitungswasser auffüllen.
 
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