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5 Monate Dauer-Katastrophe: Chronisches Garnelensterben & Fischsterben – Liegt es am Kies?

Der Fragebogen ist direkt oben angepinnt:
Vermutlich habe ich Tomaten auf den Augen, ich sehe keinen Fragebogen oben angepinnt. Ich habe mich extra auch noch mal mit einem anderen Browser eingeloggt und nichts gesehen.

Zum eigentlichen Thema Garnelensterben. Für mich klingt das nach einer schleichenden Kupfervergiftung. Könnte irgendwo auf der Leitungswasserstrecke ein Kupferrohr sein, dass noch nicht lange installiert ist und in dem sich minimal, aber nicht sofort toxisch, Kupfer löst?

Verwunderlich finde ich auch die Aussage a: "faulende Wurzel" und b "Nitrit nicht nachweisbar", wie alt ist der Tröpfchentest?
 
In so einer Wurzel ist ja nicht viel Eiweiß enthalten, wenn sie also verrottet, sollte auch nicht viel Stickstoff freiwerden. Eiweißverbindungen sind ja die Hauptquelle für organischen Stickstoff, Lignin und Cellulose bestehen nur aus Kohlen-, Wasser- und Sauerstoff. Selbst wenn Kupfer im Leitungswasser enthalten ist (auch wenn mittlerweile oft Kunststoffrohre verwendet werden, ist Kupfer noch weit verbreitet, allerdings müssen solche Rohre Vorgaben erfüllen bzgl der Abgabe von Kupfer ans Trinkwasser, denn letzten Endes ist das auch für uns potentiell giftig [und trotzdem ebenfalls ein esentielles Spurenelement, von dem wir btw. meist nicht ausreichend zu uns nehmen]) ist eine schleichende Vergiftung unwahrscheinlich: Das Kupfer wird durch Bakterien und ggf. verwendete Chelatoren (Wasseraufbereiter, Dünger,...) pflanzenverfügbar und ist für diese ein essentieller Mikronährstoff - übrigens auch für Garnelen, denn deren Blutfarbstoff Hämocyanin enthält, anders als unser Hämoglobin, zwei Kupferionen, kein Eisenzentralion.
 
Vermutlich habe ich Tomaten auf den Augen, ich sehe keinen Fragebogen oben angepinnt. Ich habe mich extra auch noch mal mit einem anderen Browser eingeloggt und nichts gesehen.
Mehr als ihn direkt verlinken kann ich auch nicht. Du musst ihn doch nur anklicken?!
 
:thumbsup::thumbsup: ok ok, das habe ich falsch verstanden, ich habe im Kopf nach einen Link gesucht, der zum Fragebogen führt. Thx allerseits
 
Zum eigentlichen Thema Garnelensterben. Für mich klingt das nach einer schleichenden Kupfervergiftung. Könnte irgendwo auf der Leitungswasserstrecke ein Kupferrohr sein, dass noch nicht lange installiert ist und in dem sich minimal, aber nicht sofort toxisch, Kupfer löst?

Verwunderlich finde ich auch die Aussage a: "faulende Wurzel" und b "Nitrit nicht nachweisbar", wie alt ist der Tröpfchentest?
Möglich, dass irgendwo Kupfer ist. Es ist ein altes Haus und gehört mir nicht. Ich habe aber immer Wasseraufbereiter benutzt, der müsste Kupfer eigentlich binden, oder? Den Tröpfchentest habe ich Ende letzten Jahres gekauft. Ich konnte wie gesagt nie Nitrit nachweisen, weder mit Tröpfchen- noch Streifentests (die, die ich im Moment benutze sind wenige Wochen alt).
Die Wurzel hat eindeutig nach faulen Eiern gerochen - das heißt, da wurde Schwefelwasserstoff frei, oder nicht? Außerdem war das Holz (Mangrove) an mehreren Stellen morsch und krümelte bei Druck mit dem Finger weg.
 
Eine "schleichende" Kupfervergiftung gibt es quasi nicht. Cu ist absolut letal für Garnelen, noch unter der Nachweisgrenze der handelsüblichen Tests. Im Fall des Vorhandenseins im Wasser betrifft es ausnahmslos alle Garnelen, und zwar sofort. Sie zeigen dann ein ziemlich eindeutiges Verhalten (zucken und taumeln durch die Gegend, rascher Todeseintritt).
Mit Wasseraufbereiter bist du da auf der sicheren Seite. Zumal du sagst, dein Haus sei alt, also werden es auch tendenziell die Rohre sein, in denen sich eine schützende Patina gebildet hat. Kritisch sind nur frische neue Kupferrohre am Anfang ihrer Nutzung.

Der faulige Schwefelwasserstoff-Geruch und die bröckelnde Wurzel klingen für mich eher verdächtig.
 
Ich glaube, es ist wieder eine Garnele gestorben. Sie sitzt seit mindestens sieben Stunden an fast genau der gleichen Stelle. Vorhin meinte ich, einen "weißen Todesring" zu sehen, konnte aber kein brauchbares Foto machen, weil der Blickwinkel ungünstig war. Inzwischen hat sie sich etwas gedreht, und aktuell kann ich den ring nicht sehen. Sie sitzt immer noch aufrecht, streckt nicht die Beinchen nach oben. Deshalb habe ich noch ein kleines bisschen Hoffnung.
Falls sie tot ist: Ist es plausibel, dass das ein "Folgeschaden" einer Vergiftung durch die vergammelnde Wurzel (die ich am Sonntag entfernt habe) ist? Wenn ja, wie lange muss ich mit solchen Folgeschäden noch rechnen?

Edit: Jepp, sie ist tot. Ein weißer Ring war an dem toten Tier jetzt nicht mehr zu sehen.
 
Über diesen "Todesring" ist viel Drama zu lesen.
Die Dame auf dem Foto unten hat mit dieser Lücke im Panzer gesund und munter Eier ausgetragen. Nach der nächsten Häutung war wieder alles in Ordnung und sie hat danach noch lange gelebt. Muß also nicht zwangsläufig tödlich sein. :yes:
Normalerweise geht eine Häutung blitzschnell. Vorher sind die Garnelen meist träge, eventuell auch sehr blaß und verstecken sich. Bei älteren Tieren kann es aber auch stundenlang dauern und trotzdem gut gehen oder auch nicht. Neocaridina werden ja nur etwa 2 Jahre alt. Wenn sie beim Kauf schon recht groß waren, ist vielleicht bereits ihr natürliches Lebensende erreicht.
Wichtig ist bei Problemen, wie der faulenden Wurzel (neben dem Entfernen) mehrere großzügige Wasserwechsel zu machen: kaltes Wasser in sauberen Eimer abfüllen, ggf. Wasseraufbereiter dazu, über Nacht im gleichen Raum stehen lassen (damit sich die Temperatur anpasst). Eine Woche lang jeden Tag 50% Wasser wechseln. Damit sollten mögliche Schadstoffe größtenteils entfernt sein.

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Okay, auch wenn der Ring nicht immer ein Todesurteil ist, sie ist jetzt tot. Ich habe sie Ende Januar gekauft, da waren die tiere noch recht klein (1 bis 1,5cm). Die, die jetzt gestorben ist, war noch eine meiner kleineren. Großen WW habe ich bisher nicht gemacht, weil das ja auch Stress ist, oder? Auch wenn die Temperatur angeglichen ist und ich Aufbereiter benutze, es ändert sich ja chemisch jedes Mal was. Habe bisher nur den Bereich unter der Wurzel abgesaugt (das war allerdings eine dunkelbraune Brühe).
 
WW sind bei akuten Problemen dein Handwerkszeug Nr.1! Was auch immer die Garnelen verenden lässt, es ist noch im Wasser. Mehr Stress als den Tod wird also ein WW nicht verursachen. Du kannst es nur besser machen damit.
Alternativ kannst du die Überlebenden abkeschern und in einem Eimer zwischenlagern, bis du das AQ auf Vordermann gebracht hast. Ein Sprudelstein im Eimer für Wasserbewegung und Gasaustausch, etwas zum Festhalten für die Garnelen (keine Pflanzen!), Handtuch als Abdeckung und Springschutz. Fertig ist der Quarantäne-Eimer.

PS: Wenn ich WW mache, sind es meistens 90%. Garnelen, Schnecken, Fische, alle lieben es.
 
WW sind bei akuten Problemen dein Handwerkszeug Nr.1! Was auch immer die Garnelen verenden lässt, es ist noch im Wasser.
Ob der Grund für das Garnelensterben immer noch im Wasser ist, weiß ich eben nicht sicher. Die gammelnde Wurzel ist aus meiner Sicht weiterhin die wahrscheinlichste Ursache (seit ich sie entfernt habe, bildet sich auch keine Kahmhaut mehr). Seit Montag filtere ich über Aktivkohle, das müsste die akute Belastung entfernt haben, oder?
Und Häutungsprobleme können doch daraus resultieren, dass das Tier eben über Wochen vergiftet wurde und das zu Problemen bei der Panzer-Bildung geführt haben - oder sehe ich das falsch?

Und meine Neons sind nach wie vor schreckhaft. Jedes Mal, wenn ich ein loses Blatt entferne o. ä., verstecken die sich.
 
Aktivkohle ist prima um kleine Mengen organischer Stoffe zu entfernen. Wieviel die Aktivkohle davon aufnehmen kann, ist sehr unterschiedlich und nicht ohne weiteres ersichtlich.
Mit UV-Licht wird nichts entfernt, sondern nur Bakterien, Viren, Pilze, Sporen u.a. getötet. Die "Leichen" sind dann immernoch im Wasser.
Für einen großen Wasserwechsel muß man nicht unbedingt den ganzen Bodengrund absaugen. Um nur das Wasser auszutauschen, genügt es in einer Ecke den Schlauch ruhig hineinzuhalten. Genauso wird das neue Wasser vorsichtig wieder eingefüllt. Da muß niemand erschreckt werden. ;)
Nach einem großen Wasserwechsel sind Garnelen meist deutlich aktiver.
 
Okay, Ihr habt mich überzeugt. Habe ca. 70% gewechselt. Ich habe das Gefühl, alleine das Hantieren mit dem Schlauch, der wechselnde Wasserspiegel und vielleicht Änderungen im pH Wert etc. bringt einige Unruhe rein. Aber gut. Morgen mache ich nochmal einen.
 
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